Unsere Schwerpunkte
  • Verbesserung der Vermarktungsmöglichkeiten
  • Beratung bei Neuanlagen und Sortenwahl
  • Kartieren und Bestimmen alter Obstsorten
  • Schnitt- und Veredlungslehrgänge
  • Vorträge über Fragen des Streuobstanbaus
  • Präsentation der FÖG bei öffentlichen Veranstaltungen
Obstsorten mit Heimvorteil!

Warum eigentlich verzichten wir auf die Vielzahl heimischer Obstsorten, warum auf ihre ungeheuer große Geschmacks-, Aroma-, Duft-, Farben- und Formenvielfalt und geben uns mit irgendwo angebauten Massensorten globaler Beliebigkeit zufrieden?

Wer kennt noch das "Weinröschen", den "Sickinger Roten", den Kobertsapfel, den "Bachapfel", den "Mutterapfel", den "Pörrbacher Gewürzapfel", die "Latwerchbirne" oder gar die "Frankelbacher Mostbirne". Treffende lokale Bezeichnungen, die immer dann entstanden, wenn niemand mehr wußte, wie die eigentliche Sorte einmal hieß.
Ein kultureller Reichtum geht mit ihnen verloren. Pflanzen Sie daher wieder Bäume, die groß und alt werden können, die Generationen verbinden. Früchte von solchen Bäumen sind nicht so tadellos wie nach EU-Verordnungen genormtes Obst - uniformiert und gleichförmig. Dafür besitzen sie einen regionalen Eigengeschmack und bei FÖG-kontrollierten Wiesen wird garantiert auf Einsatz von synthetischen Behandlungsmittel verzichtet.

Wußten Sie, daß gerade in der Westpfalz wegen des ausgeglichenen Klimas besonders aromatische und wohlschmeckende Äpfel heranreifen?

Kulturanleitung

Standort: Ausgesprochene Frostlagen sowie zu trockene oder staunasse Lagen meiden.

Sorten: Nur robuste, bewährte Hochstamm-Obstsorten (Stammhöhe mind. 1,60 m) entsprechend dem Verwertungszweck (Frischverzehr, Kochen, Backen, Saft, Wein).

Unterlage: Nur stark wachsende Sämlingsunterlagen verwenden.

Pflanzung: Pflanzgruben in der Regel 70 cm breit und 40 bis 50 cm tief. Baumpfahl bis zum Kronenansatz.
Ideale Pflanzzeit nach dem Laubfall im Herbst.
Bei Nachpflanzungen Bodenmüdigkeit beachten. Wechsel von Stein- zum Kernobst oder umgekehrt.

Abstände:
Äpfel 10 bis 12 m
Zwetschgen, Birnen und Pflaumen 8 bis 10 m
Süßkirschen und Walnuß 12 bis 15 m

Obst von großen Bäumen - wie lange noch?
Viele Gründe haben zu einem besorgniserregenden Rückgang von Obstwiesen geführt. Zahlreiche Kulturtechniken und ein jahrhundertealter Erfahrungsschatz gingen zwischenzeitlich verloren und wurden an die nächste Generation nicht weitergegeben.

Wegen dieser Entwicklung hat sich eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten zusammengefunden, die sich aus Verantwortungsbewußtsein für den Streuobstanbau als traditionelle bäuerliche Nutzungsform und somit gleichermaßen für eine vielfältige Kulturlandschaft einsetzen will.
Wenden Sie sich bei Fragen, die den Streuobstanbau in unserer Region betreffen einfach an uns:

Fördergemeinschaft Streuobst
Kaiserslautern und Umgebung e.V.

Zuschüsse für Alt- und Neuanlagen

Die Bedeutung des Streuobstanbaus hat mittlerweile eine europäische Dimension erreicht. Deutlich wird diese Entwicklung durch die Gewährung von EU-und Landesmitteln im Rahmen des "Förderprogrammes umweltschonende Landbewirtschaftung (FUL)".
Zuschüsse für Alt- und Neuanlagen können bei den zuständigen Kreisverwaltungen beantragt werden.