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Ganz einfach: Das sind in Dorf und Landschaft unregelmäßig verstreut wachsende hochstämmige Obstbäume.
Und wenn mehrere davon auf einer Wiese stehen, dann haben Sie eine Streuobstwiese vor sich
Eine Nutzungsweise mit Tradition und vor allem Vergangenheit, denn: |
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| Auch der Obstbaum hat Geschichte |
Ähnlich dem Weinbau geht auch der Obstbau bis zu den Römern zurück. Die in der Westpfalz heute noch gebräuchlichen Bezeichnungen "possen" und "impen", anstelle von veredeln, stammen aus der römischen Zeitepoche. Danach traten Kaiser, Könige, Landesfürsten und vor allem die mittelalterlichen Klöster als Förderer auf. Der gezielte Anbau in Form von Obstäckern und -wiesen entstand bei uns jedoch erst im 19. und 20. Jahrhundert. Verständlicherweise waren es wirtschaftliche Gesichtspunkte, die zur Ausdehnung führten. Fachliche Hilfe leisteten jetzt vor allem Dorfschullehrer, Apotheker, Ärzte, Pfarrer und Obstbauvereine.
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| Wem nutzen Streuobstwiesen? |
| Sie sind eine Kulturform, die wegen ihrer langen Lebensdauer Tradition und Brauchtum aber auch eine zeitgemäß ökologisch orientierte Landbewirtschaftung in einzigartiger Weise verbinden. |
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| Sie nützen der Landschaft, der Natur... |
Mit ihren markanten, oft knorrigen Baumgestalten prägen sie unsere heimische Landschaft weithin sichtbar - und was wäre ein Frühling ohne die gewaltige Blütenpracht großkroniger Obstbäume.
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In Streuobstwiesen sind eine Vielzahl heimischer Tier- und Pflanzenarten zu Hause. An die 5000 haben Biologen und Naturschützer gezählt. Im Geäst der Kronen bauen Vögel ihre Nester, jagen Siebenschläfer nach Beute und hängt die Radspinne ihr kunstvolles Netz auf.
 
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Mit allen Sinnen läßt sich eine Obstwiese genießen und (be)-greifen: die Blüten im Frühjahr, die Vogelschar im Sommer, das buntgefärbte Laub im Herbst, Äpfel und Birnen im Winter und Apfelsaft das ganze Jahr über. Und welche Kultur weist noch so viele bewährte Sorten auf? |
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